Moldawien Fortschritte

Protokoll der vergangenen Reise nach Moldau.


Ankunft in Moldawien und Besuch der Kinderstadt in Pirita

Heilpflanzenseminar im Sozialzentrum Sanatauca

Es haben sich 20 Teilnehmer zum Seminar eingefunden. Viele haben ihre Kräuter, die sie im Frühjahr gesammelt haben, mitgebracht. Einige Teilnehmer sind von anderen Sozialzentren gekommen und geben das Erlernte zu Hause wieder an andere Frauen weiter.
Weitere Teilnehmer waren Frau Lilia, Heilpflanzenexpertin des Botanischen Gartens in Chisinau und Herr Gosman Gheorghe, Concordia Agronom. Frau Lilia unterstützt die Frauen vor Ort im Pflanzenanbau und mit Samen.

Die Pflanzen sind sehr sauber und ordentlich gesammelt und getrocknet.

Folgende Pflanzen wurden gesammelt:
Akazie
Birkenblätter
Breitwegerich
Spitzwegerich
Brennnessel
Erdbeerblätter
Himbeerblätter
Gundelrebe
Holunderblüten
Käsepappel
Liebstöckl
Lindenblüten
Löwenzahnwurzel
Pfefferminze
Melisse
Wermut – daraus wurde ein Wermutsaft gepresst
Rainfarn – Rainfarnsaft

Ich habe von verschiedenen Pflanzen Proben mitgenommen, die in einem Labor in Österreich auf ihre Qualität hin analysiert werden.

Vormittag: Theoretischer Teil
Besprechung der Wirkungen und Anwendungsmöglichkeiten der einzelnen Pflanzen
Besprechung von Teemischungen bei Husten, Grippe, Verkühlungen, Diabetes, Rheuma usw.
Besprechung von geeigneten Heilpflanzen speziell für Kinder

Nachmittag: Praktischer Teil
Herstellung von
• Ringelblumensalbe
• Wermutwein
• Johanniskrautöl
• div. Teemischungen

Nächster Tag:
Besichtigung der Anbau- und Sammelflächen bei den Frauen zuhause

Conclusio:
Die Entwicklung des Projektes FEMEI ist eine sehr erfreuliche. Am Seminar haben viel mehr Frauen, als erwartet, teilgenommen. Vor allem geben die Frauen das Erlernte in ihrem Umfeld wieder weiter, so dass das Wissen über den Anbau, das Sammeln, Verarbeiten, die Zubereitung und Anwendung von den Heilpflanzen sich weit verbreitet.

Die Frauen waren mit großem Interesse und großer Aufmerksamkeit dabei. In erster Linie möchten sie das Erlernte jetzt innerhalb ihrer Familien und ihres sozialen Umfeldes anwenden.

Viele Kräuter wachsen direkt auch vor Ort und können in Wildsammlung geerntet werden.
Ein großes Problem im Anbau auf brachliegenden Flächen ist der fehlende Regen in diesem Sommer. Da viele Familien keine Wasserversorgung zu Hause haben, können sie die angebauten Pflanzen nicht mehr gießen. Deshalb haben wir mit den Frauen besprochen, dass die Pflanzen eventuell nach der Ernte sofort zu Frischpflanzentinkturen weiterverarbeitet werden. Dies erspart das lange Trocknen der geernteten Pflanzen, die Lagerung und der Gewinn ist für die Frauen ein größerer.

Mein besonderer Dank gilt Frau Irene Rohringer von Corcordia, die uns die 3 Tage über begleitet und während des Seminars übersetzt hat.

Angelika Prentner

Link:
Apotheke Mariazell