Lungenkraut

Pulmonaria officinalis, Borretschgewächs

Das Lungenkraut ist bei uns auch als „Hänsel und Gretel“, Lungenwurz, Königsstiefel oder Waldochsenzunge bekannt. Im Frühling fällt es besonders mit seinem rosa bis violetten Blüten auf. Seine Blätterstruktur ähnelt der Struktur des Lungengewebes. In der Traditionellen Europäischen Medizin wird das Lungenkraut auch tatsächlich zur Lungenstärkung und bei entzündlichen Lungenerkrankungen angewendet. Schon Hildegard von Bingen empfahl ihren Lungenkraut-Wein als gute Lungenarznei und Paracelsus empfahl die Pflanze als Asthma-Heilmittel.

Der hohe Kieselsäuregehalt hat auf das Lungengewebe eine reinigende, stärkende Wirkung. Die enthaltenen Schleimstoffe befeuchten die Schleimhäute der Bronchien und beruhigen Entzündungen, damit sie abheilen können.
Wenn man vor lauter Anspannung das Gefühl hat, man bekommt keine Luft mehr oder als wäre die Brust in einem Schraubstock eingespannt, dann verhilft ein Tee oder Tropfen aus dem Lungenkraut zu einer Erleichterung. Die Blüten lösen die Verkrampfungen und führen zu Frische, Schwung und neuer Lebenskraft.

Geerntet wird das Kraut indem man die oberirdischen blühenden Teile knapp über dem Boden abschneidet und gebündelt zum Trocknen aufhängt. Bei künstlicher Wärme sollte das Kraut bei ca. 45 Grad Celsius gut belüftet getrocknet werden.

Lungenkraut-Wein
Lungenstärkung, Husten, Atemnot, Lungenödem
Anwendung: 1mal täglich 1 Likörglas vor dem Essen , bis zu 2 Monate

Lungenkraut-Tee
½ Teelöffel auf eine große Tasse Wasser – 3-5min ziehen lassen, abseihen
Als Heiltee bis zu 3 Tassen täglich trinken