Heilpflanzen bei Husten

Hustentees, Hustentropfen oder Hustensäfte aus Heilpflanzen sind sicherlich die am meisten eingesetzten Heilmittel bei Erkrankungen der Bronchien und der Lunge.

Erkrankungen der Atemwege sind sehr häufig und beginnen schon im Babyalter. Ursache für akute und chronische Entzündungen oder Verschleimungen sind meist Bakterien, Viren oder andere Toxine. Erkältungen und Infektionen der Atemwege betreffen auch immer das Immunsystem. Deshalb stärken Lungenheilmittel auch den gesamten Energiestatus des Organismus.

Zu den schleimlösenden Heilpflanzen gehören Eibisch, Spitzwegerich, Huflattich, Malven, Königskerze, Isländisches und Irländisches Moos oder die Bartflechte. Sie wirken aufgrund des Schleims, den sie enthalten, reizlindernd, entzündungshemmend, heilend und befeuchtend. Wie eine schützende Schicht überzieht der Schleim die betroffenen Schleimhäute, sodass darunterliegende Entzündungen schneller abheilen können. Der Huflattich enthält noch zusätzlich Bitterstoffe und stärkt so die Lunge.
Spitzwegerich enthält neben vielen anderen wertvollen Inhaltsstoffen noch Kieselsäure, die das Lungengewebe stärkt. Weiter Wirkungen sind antibakteriell, entzündungshemmend, hustenreizstillend, antiviral und krampflösend. Nicht umsonst ist er neben dem Thymian das bekannteste Husten-Kraut.

Auswurffördernde Pflanzen sind Primelwurzel, Veilchen, Anis, Lungenkraut oder Alant. Sie verflüssigen den festsitzenden Schleim, steigern die Sekretion und erleichtern so das Abhusten. Die Primelwurzel ist zwar sehr unscheinbar von ihrem Aussehen her, birgt aber enorme Kräfte in sich. Sie wirkt wie ein natürliches Antibiotikum bei Jung und Alt. Bei Babys und Kindern ist die Kombination mit Anis ideal. Anis ist ein mildes, beruhigend wirkendes Hustenmittel. Das Lungenkraut ist ein altes Volksheilmittel bei Erkrankungen der Atemwege. Aufgrund seines hohen Kieselsäuregehalts wirkt es reinigend und stärkend auf das Lungengewebe, die enthaltenen Schleimstoffe beruhigen und lindern Entzündungen. Der Alant wird vor allem bei chronischem Husten, langwierigen Bronchialkatarrhen und Husten bei älteren Menschen eingesetzt.

Hustenreizstillende Heilpflanzen sind Thymian, Quendel, Efeu, Sonnentau oder das Ruprechtskraut. Eingesetzt werden sie bei Reizhusten, krampfartigem Husten und trockenem Husten. Die wichtigste und am meisten verwendete Heilpflanze ist hier sicherlich der Thymian. Seine Inhaltsstoffe wirken antibakteriell, antiviral, antiinfektiös, schleimverflüssigend, schleimbewegend, entspannen die Bronchialmuskulatur, erwärmen und desinfizieren. Der Efeu als immergrüne Pflanzen wird sehr gerne bei Altershusten eingesetzt und kann auch bei Keuchhusten gut eingesetzt werden. Er entspannt die Bronchialmuskulatur und mildert Hustenkrämpfe. Das Ruprechtskraut wirkt antiviral, antibakteriell, wundheilend und wird gerne als immunsystemunterstützendes Begleitmittel bei Virusinfektionen eingesetzt. Viele nennen es die heimische Umckaloabo.