Curcuma – auch Gelbwurz oder Indischer Safran genannt

Die Wurzel wird schon seit über 3000 Jahren als Gewürz, Arzneimittel und Farbstoff für Textilien verwendet. Die Pflanze gehört zu den Ingwergewächsen und kommt ursprünglich aus dem Gebiet von Bihar in Indien. Ende des 1. Jahrhunderts gelangte die Wurzel als „gelber Ingwer“ durch die Araber nach Griechenland und anschließend nach Mitteleuropa.

Der Geschmack könnte als mild-würzig und leicht bitter beschrieben werden. Am bekanntesten ist Curcuma heute als Hauptbestandteil des Currypulvers, dem es die intensiv gelbe Farbe verleiht. Curcuma ist aber nicht nur ein wichtiges Gewürz, sondern wurde auch seit jeher als Heilmittel bei Verdauungsbeschwerden, Leber-Galle-Beschwerden Entzündungen, Müdigkeit oder zur Entgiftung eingesetzt. Heute wird es sogar unterstützend in der Krebstherapie angewendet, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Verdauungsbeschwerden: Curcuma wirkt anregend auf die Produktion von Magensaft und Gallenflüssigkeit und regt so die Verdauung an. Die Nahrung kann leichter aufgespalten werden, die Fettverdauung funktioniert besser. Die Gifte werden aus der Leber schneller in den Darm transportiert und ausgeschieden. Blähungen, Völlegefühl oder Magendrücken werden dabei gelindert. Blutfettwerte werden gesenkt. Auch die Bauchspeicheldrüse wird in ihrer Funktion unterstützt.

Kältegefühl und Anämie: Menschen, denen es immer kalt ist, die immer eine Schicht mehr anziehen müssen als andere, leiden oft an einer Schwäche der Milz. Die Milz ist für die Lebensenergie und Blutbildung ein sehr wichtiges Organ. Typische Symptome dabei sind blasse Gesichtsfarbe, kalte Hände, kalte Füße, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Neigung zu Verschleimungen, Kopfschmerzen, Schlafprobleme, schwache Nerven, Stimmungsschwankungen, Traurigkeit oder Melancholie. Hier kann Curcuma die Energie und Wärme im Körper steigern und die Blutbildung fördern.

Verbessert die Lebensqualität in der Krebstherapie: dadurch das Curcuma die Lebensenergie stärken kann, kommt der Körper mit den Therapien besser zurecht und der Betroffene hat mehr Kraft. In Tierversuchen konnte sogar eine Hemmung des Wachstums von bestimmten Tumorzellen nachgewiesen werden.

Weitere Wirkungen: entzündungshemmend bei Rheuma, Muskel- oder Gelenksentzündungen, wichtiger Gefäßschutz, vorbeugend bei Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck
Traditionell bei Hauterkrankungen, Fieber, Schwangerschaftserbrechen, Lebererkrankungen und äußerlich bei Bindehautentzündung, Hautinfektionen oder Ekzemen

Curcuma als Gewürz: Curcuma wird heute weltweit in Reisgerichten verwendet. Aus der indischen und indonesischen Küche ist es nicht wegzudenken. Verwendet wird es dort zu Fleisch-, Fisch- und Gemüsecurrys. In Europa findet es v.a. im der englischen Küche besondere Anwendung. Im traditionellen Kedgeree (Reisgericht mit Fisch, Erbsen, Zwiebeln, Eiern und Butter), in Linsen- oder Bohnengerichten darf Curcuma nicht fehlen. Gut kombinierbar ist es mit Chillies, Gewürzpaprika, Ingwer, Knoblauch, Sternanis oder Zwiebeln.

Curcuma-Kartoffeln mit Paprikaschoten (Rezept aus Gewürzdrogen, Eberhard Teuscher)
800g Kartoffeln, 500g grüne und gelbe Gemüsepaprikaschoten, 500g Zwiebeln, 4 EL Pflanzenöl, 1 ½ TL Curcuma, ½ TL Salz, schwarzer Pfeffer frisch gemahlen
Kartoffeln waschen, ungeschält kochen und auskühlen lassen. Die ausgekühlten Kartoffeln, Paprikaschoten und Zwiebeln würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zutaten mit Curcuma hineingeben und einige Minuten anbraten. Mit 1-2 EL Wasser ablöschen. Die Temperatur reduzieren und 10min lang weiterköcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Gutes Gelingen!